Schweden im Winter

Polarkreis Tour Januar 2016 – Teil 2

 Schweden im Winter bei ÖstersundAuf unserer Tour zum Polarkreis haben wir wie immer einiges erlebt. Dabei sind natürlich wieder einige Bilder entstanden.

Schweden im Winter
Schweden im Winter

Bereits bei der Anreise nach Mittelschweden hatten wir Temperaturen von unter -20 Grad. Wobei dieses Jahr ein eher warmer Winter in Skandinavien herrschte, ausgenommen Anfang Januar 2016 mit bis zu -45 Grad in Kiruna.

In Mittelschweden haben wir dann einige Tage abseits aller Zivilisation in einer Holzhütte im Wald verbracht. Wir waren täglich unterwegs um Fotos zu machen und die Gegend zu erkunden.  Wie ich bereits von anderen Abenteuern in Schweden zu dem Zeitpunkt kannte, war ich nicht sonderlich überrascht das wir die ganze Zeit über außer einem Reh keine Tiere gesehen haben.
Bei einer Hundeschlittentour auf einem zugefrorenem See sind wir bei -15 Grad ordentlich durchgefroren. Ein leichter Kältenebel lag auf dem See und es wurde langsam dunkel. Wir saßen gemütlich eingemümmelt auf dem Schlitten während die Hunde überraschend kräftig den Schlitten zogen, als plötzlich von hinten der Hundeführer ein „oh!…“ ausstieß. Sogleich sahen wir den Grund dafür: Der See war an einer Stelle nicht oder nur teilweise zugefroren. Der Hundeschlittenführer tat sein bestes und versuchte noch in letzter Sekunde die Hunde daran vorbeizuführen, doch vergeblich.  Ein Teil der Hunde rannte durch die „Pfütze“ und zogen den Schlitten durch. Es spritzte Wasser hoch auf meine Schuhe (Wasserdicht 😉 , die Hunde holten sich nasse Pfoten und es rumste heftig als der Schlitten gegen die Kante des Eises Fuhr. Anscheinend war etwas Eis getaut und über das Eis geflossen wobei sich eine ca 20cm tiefe große Pfütze bildete. Anscheinend war darunter noch genug Eis das wir und die Hunde nicht einsanken.

Schweden im Winter
Schweden im Winter

 

Schweden im Winter bei Östersund

Weiter ging es dann durch einen Wald zum nächsten See. Dort verlief alles ohne Zwischenfälle und wir genossen die Fahrt. Nach atemberaubenden 2h war alles mir einer weißen Eis Schicht bedeckt was während der Fahrt in den Wind hinausgeschaut hat. Inklusive Wimpern, Augenbrauen, Kaputze, Jacke, Schuhe und Handschuhen. War ein toller Anblick 😉

Vom Hundeführer erfuhren wir noch das eine Woche vorher zwei andere Abenteurer die Tour bei -30 bis -35 Grad gemacht haben. brr…

Nach einer Woche ging es dann weiter vorbei an Östersund Richtung Polarkreis! Den ganzen Weg über beobachteten wir die immer weiter steigenden Schneemassen. Kurz vor dem Polarkreis sahen wir die ersten Rentiere auf der Straße. Sie gingen in Fahrtrichtung vor uns her und kümmerten sich nicht um uns. Das ließ mir genug Zeit zum Fotos machen.

Wir fuhren weiter und weiter… Zwischenzeitlich haben wir über 2h lang kein anderes Auto gesehen. Eine Panne hatten wir nicht 😉

Um 17 Uhr erreichten wir Kiruna. Kiruna schien uns eine sehr industrielle Stadt zu sein. Der ganze märchenhafte Zauber von Schweden war hier nicht zu spüren und zu sehen. Hier wollten wir schnell wieder weg.
Wir checkten in einem Hotel für eine Nacht ein und fuhren am nächsten Morgen zum nah gelegenen Ice-Hotel. Hier trafen wir das erste Mal viele Touristen. Das bedeutet für uns: Schnell anschauen und so schnell wie möglich weiter 😉

Das Ice-Hotel war interessant aber nicht wirklich spannend. In der Nähe sahen wir noch einen Elch der sich vor uns versucht hat zu verstecken. Meine Kamera hat Ihn aber gesehen!

Von dort aus ging es dann Richtung Finnland. Auf dem weg dort hin sahen wir immer wieder Rentiere und Elche von denen wir natürlich Fotos machten. Als wir in Finnland ankamen, war es bereits fast komplett dunkel.

Finnland präsentierter sich vom Gefühl her durch offene Flächen weitläufiger und nicht so dicht bewaldet. Es gab viele schöne lange gerade vereiste Straßen die wir gemütlich befuhren. Wir fuhren durch Finnland bis an die norwegische Grenze an der wir kurz hielten. In Norwegen ging es über Straßen an Fjorden entlang runter zum Meer nach Tromsö.

In Tromsö am Meer hatten wir nur noch Temperaturen von -1 Grad. Hier mussten wir uns wieder etwas an die Menschenmassen gewöhnen. Auch hier reisten wir nach einem Tag wieder schnell ab und fuhren an den Fjorden entlang runter Richtung Bodö, dann wieder Richtung Schweden und runter nach Mora. Von Mora aus ging es dann zurück nach Deutschland.

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